Außergewöhnlicher Besuch im Friederike-Wackler-Museum

Mütze, blauer Schurz, Ledertasche: So kennt man den Fuhrknecht Jakob Johann Mayer. Er steht als lebensgroße Figur in unserem Firmenmuseum in der Davidstraße und ein Bild von 1913 mit ihm ziert unsere Chronik „schwarz auf weiß“. Viele Jahre lang war Jakob Johann Mayer beim Fuhrunternehmen Wackler tätig. Eine große Überraschung war es, als sein Sohn Erich Mayer vor ein paar Wochen anfragte, ob er die ehemalige Arbeitsstätte seines Vaters besuchen dürfe. Was für eine Frage! Natürlich durfte er. Wir haben uns sehr über den Besuch von ihm und seinem Sohn Bernd Mayer-Siemon und seiner Tochter Ursula Mayer-Harter mit Ehepartnern gefreut.

Günter und Gabriele Schwarz begleiteten die Gäste beim Rundgang durch die Ausstellung, zeigten ihnen den Film zur Firmengeschichte und tauschten Erinnerungen aus. Erich Mayer erzählte, dass die Namen Wackler und Schwarz bei ihnen zu Hause ein Begriff waren. „Einmal hat mich mein Vater auf einen der Gäule gesetzt. Ich habe geschrien vor Angst“, plauderte Erich Mayer aus dem Nähkästchen. Wie sich das Unternehmen im Laufe der Jahre entwickelt hat, beeindruckte den heute 94-Jährigen. Als jüngstes von fünf Kindern ist Mayer in der Eugenstraße in Göppingen auf die Welt gekommen. In den 50er-Jahren zog er berufsbedingt nach Villingen-Schwenningen um – und zwar mit Wackler, wie er berichtet. Sein damals zweijähriger Sohn Bernd durfte im Lkw mitfahren. „Für uns war der Besuch ein ganz besonderes Erlebnis. Es hat uns wieder einmal gezeigt, wie wichtig es ist, Geschichte zu bewahren, sichtbar zu machen und lebendig zu halten. Schön, dass wir mit unserem Museum dazu beitragen“, freut sich Gabriele Schwarz.