Die Helfer des Weihnachtsmanns

Die Wilsdruffer Spedition Wackler wird im Advent zum Umschlagplatz für Weihnachtsgeschenke. Ein Besuch.

Wilsdruff , 6. Dezember 2018 – Routiniert greift Anke Richter nach der Schachtel. Sie öffnet sie. Drin liegt eine Weinflasche vom Staatsweingut Schloss Wackerbarth und ein Dresdner Stollen. Anke Richter füllt die Hohlstellen in der Schachtel mit grober Holzwolle aus, drückt sie fest. Dann schließt sie die Schachtel und schiebt sie in einen Karton. Später wird Ronny Lohbusch diesen mit einem breiten Klebeband verschießen. Alles läuft professionell und ruhig ab. "Wir sind ein eingespieltes Team", sagt Lohbusch. "Wir arbeiten im Zwei-Schicht-Betrieb, jeder weiß, was zu tun ist", erklärt der junge Mann. Er ist ebenfalls Lagerist, arbeitet seit 2013 bei der Wilsdruffer Spedition Wackler.

Lohbusch leitet den Bereich, in dem zurzeit viele Geschenke verpackt werden. In einem Weihnachtsmärchen wäre das hier die Wichtelwerkstatt. Doch so würde man das bei Wackler nicht nennen. Die Spedition, die riesige Hallen im Gewerbegebiet Hühndorfer Höhe besitzt, lagert für verschiedene Firmen Waren und Güter und versendet diese auf deren Wunsch. In der Ecke der großen Lagerhalle stapeln sich verschieden große Kisten und diverses Verpackungsmaterial. In Sichtweite stehen meterhohe Regale, die voll mit Waren sind, die bestellt und verschickt werden können. Gut 40 Firmen nutzen dieses Angebot der Firma Wackler, eine davon ist das Staatsweingut Schloss Wackerbarth.

Wackler wickelt alle Bestellungen ab, die über den Onlineshop von Wackerbarth eingehen. Dort sind derzeit 32 verschiedene Präsente im Angebot, es werden auch Flaschen verkauft. Und es gib aber auch die Möglichkeit, online eine Flasche mit einem selbstgestalteten Etikett zu bestellen. "Das machen wir aber nicht selbst", sagt Kathleen Dietrich. Die gebürtige Brandenburgerin, die in Grumbach wohnt, leitet die Abteilung Logistik und ist auch für den Versand der Pakete und Päckchen zuständig.

"Diese Flaschen mit dem selbstgestalteten Etikett werden in Radebeul bedruckt", erklärt sie. Mit einem speziellen Kurier, der im Ringverkehr unterwegs ist, kommen sie nach Wilsdruff. Das passiert gegenwärtig häufiger. Denn die Wein- und Sektflaschen von Wackerbarth sind offenbar beliebte Weihnachtsgeschenke. Gehen in normalen Zeiten fünf bis zehn Bestellungen am Tag ins Haus, so sind es jetzt zwischen 100 und 150. "Besonders viele Bestellungen gehen zum Wochenbeginn ein", erklärt die Logistikchefin. Kein Wunder. Viele finden am Wochenende die Zeit, um nach Geschenken zu suchen, auch online. Und darauf hat man sich bei Wackler eingestellt.

So werden Weinflaschen und Geschenkverpackungen sicher verpackt

Umpacken in stoßsichere Kartons

Damit die Flaschen die weiten Transporte auch überstehen, werden sie in Kartons mit verstärkter Pappe umgepackt. Diese sind im Postversand Standard.

 

Pappkisten mit Klebeband schließen

Zum ordentlichen Verpacken gehört das Schließen mit dem Klebeband. Das übernimmt schon mal Bereichsleiter Ronny Lohbusch, Robin Mai sondiert die Aufträge.

Hohlräume mit Holzschnipseln verfüllen

Das Staatsweingut lässt auch Geschenkverpackungen verschicken. Damit hier nichts beschädigt wird, werden die Hohlräume mit Holzwolle aufgefüllt.

Die Spedition versucht, die Bestellungen mit den eigenen Mitarbeitern abzuarbeiten. Personell ist das zu schaffen, sagt Kathleen Dietrich. Denn zu ihrem Bereich gehören 30 Mitarbeiter im Lager und 13 Kollegen in Büro. In der Vorweihnachtszeit werden die Lageristen von den fünf Auszubildenden, die sich zur Fachkraft für Lagerwirtschaft ausbilden lassen, unterstützt.

Kunden sind anspruchsvoll - Jeder, der hier arbeitet, weiß, dass er Qualität bieten muss, sagt Niederlassungsleiter Markus Hecker. Denn die Kunden sind anspruchsvoll, verlangen ein einwandfreies Produkt, ohne Bruch und Kratzer. Und das sei die Herausforderung. Wackler muss alle Präsente und Flaschen so verpacken, dass sie mit der Post auf Reisen gehen können. "Sie müssen aus einer Höhe von einem Meter auf den Boden fallen können, ohne dass die Flaschen oder die anderen Präsente Schaden nehmen", erklärt Hecker. Deshalb gibt es zum Beispiel genormte Verpackungen mit extra dicker Pappe. Die fertig gepackten Päckchen und Pakete werden von einem Paketzusteller geholt, berichtet Hecker. Dieser bringt sie in sein Verteilerzentrum, in dem sie sortiert werden. Von dort werden sie zum Besteller gebracht. Diese wohnen hauptsächlich in Deutschland, aber auch in der Schweiz und in Österreich. "Wackerbarth ist eine bekannte Marke", sagt Kathleen Dietrich. Deshalb sei sie auch ein wenig stolz, dass ihre Spedition den Versand machen dürfe.

Manche Päckchen kommen auch zurück. "Wo gearbeitet wird, werden auch Fehler gemacht", sagt Dietrich. Es gibt Reklamationen, sagt Hecker. Aber deren Zahl liege zum Glück im Promillebereich. "Unsere Mitarbeiter kennen sich vielleicht besser mit den Produkten von Wackerbarth aus als deren Mitarbeiter", sagt Hecker und lächelt. Ronny Lohbusch jedenfalls kennt alle Produkte des Staatsweingutes. Auf den Weinfesten im Elbtal hat er schon mehrere Weine verkostet. "Ich will ja wissen, was ich verpacke", sagt er.

Quellenangabe:
Dieser Artikel wurde freundlicherweise von der DDV Mediengruppe, Ostra-Allee 20 in 01067 Dresden zur Verfügung gestellt.
Text: Sächsische Zeitung vom 06.12.2018/Maik Brückner / Fotos: Sächsische Zeitung/Egbert Kamprath