Göppinger Kulturnacht: zahlreiche Besucher im Friederike-Wackler-Museum

Am 24. Juni fand die achte Kulturnacht in Göppingen statt und etwa 170 Besucher nutzten die Möglichkeit, im Friederike-Wackler-Museum ein Stück Göppinger Geschichte zu erleben. Dafür war Gabriele Schwarz, Initiatorin des Museums und Prokuristin der Schwarz GmbH & Co KG, mit Haut und Haar in die Rolle der Friederike Wackler geschlüpft. Im langen, schwarzen Rock, mit Perlentäschchen und hochgesteckten Haaren plauderte die Unternehmerin aus dem Nähkästchen und gab Einblicke in das Leben der toughen Friederike Wackler. 1891 hatte diese die Leitung der Spedition nach dem plötzlichen Tod ihres Mannes übernommen und den Betrieb 21 Jahre erfolgreich weitergeführt.

Bei einer Spedition spielen natürlich auch die Transportmittel eine wesentliche Rolle. Wer also wissen wollte, wie sich Kutscher und später Lkw-Fahrer auf ihrem jeweiligen Gefährt gefühlt haben, konnte eine Runde mit der Kutsche oder einem Lkw aus dem Jahr 1937 mitfahren. Insgesamt 70 Bons wurden für die Fahrten verteilt. „Ein  rundum gelungener Abend und ein voller Erfolg“, freut sich Schwarz, denn die Führungen stießen nicht nur auf großes Interesse, sondern regten auch zu weiteren Besuchen an. „Man lernt hier so viel über die regionale Wirtschaft, dass ich auf jeden Fall mit meinen Schülern hier vorbeikommen werde“, erklärte eine Gymnasiallehrerin aus Göppingen.

In dem bundesweit einzigen Privatmuseum eines Speditionsunternehmens erhalten Gäste einen Überblick darüber, wie eines der ältesten Betriebe der Güterbeförderung in der Region entstanden ist und wie es sich von der Pferdefuhrhalterei zum modernen Dienstleistungsunternehmen für Versorgungs- und Entsorgungslogistik entwickelt hat.


07.07.2017