Logistik zum Anfassen

Was macht eine Fachkraft für Lagerlogistik und wo schläft ein Lkw-Fahrer? Beim „Tag der Ausbildung“ zeigten Azubis der Spedition Wackler Schülern ihre Arbeitswelt.

Göppingen, 31. August 2018 – Da ist ja sogar ein Bett!“, ruft die 15-jährige Jessica aus der Fahrerkabine des MAN. Dass in einem Lkw so viel Platz ist, hätten die Neuntklässler, die den Truck der Wackler Spedition & Logistik unter die Lupe nehmen, nicht gedacht. Mit Lkw und Speditionen hatten sie bisher keinen Kontakt. Mitte Juli öffnete Wackler in Göppingen daher gemeinsam mit der Nachwuchsinitiative „Hallo, Zukunft!“ der VerkehrsRundschau seine Türen für Schüler aus der Region. Dabei lernten die Jugendlichen, dass Speditionen und Logistik mit ihrem Alltag mehr Berührungspunkte haben, als ihnen bewusst war. „Stellt euch vor, ihr bestellt online eine Waschmaschine“, erklärt Wackler-Azubi Lukas Heybach. „Dann sorgt eine Spedition dafür, dass diese vom Hersteller zu euch nach Hause kommt.“ Lukas ist Auszubildender zum Kaufmann für Spedition und Logistikdienstleistung. Gemeinsam mit den anderen Wackler-Azubis hat er den „Tag der Ausbildung“ geplant. Er erklärt, wie wichtig das Zusammenspiel von Büro, Lager und Lkw-Fahrern ist. „Wenn nur einer in dieser Kette einen Fehler macht, kommt die Waschmaschine am Ende nicht bei euch an.“ Wie der Transport in der Praxis funktioniert, können die Schüler bei einem Rundgang über das Speditionsgelände lernen. „Das ist eine gute Gelegenheit, sich über die Berufe im Speditionsbereich zu informieren“, sagt Gabriele Schwarz, Prokuristin der Schwarz-Gruppe und verantwortlich für die Auszubildenden.

„Transporte planen klingt spannend“ Im Leitstand der Spedition dürfen die Schüler einen Blick auf die Kamerabilder werfen, die überall auf dem Gelände zur Überwachung aufgenommen werden. „Von hier habe ich alles im Blick“, erläutert Wackler-Mitarbeiter Bernhard Saam. Nach einem anschließenden Besuch im Lager dürfen die Jugendlichen sich im Umgang mit dem Handhubwagen versuchen und im Lkw Probe sitzen. Gleich mehrere Schulen nutzten den „Tag der Ausbildung“, um ihren Schülern die Berufe in der Logistik näherzubringen – mit Erfolg. „Ich wäre total gerne Lkw-Fahrerin“, schwärmt Jessica, als sie wieder aus dem 40-Tonner klettert. Ihren Klassenkameraden Ilhan reizt hingegen die Arbeit als Speditionskaufmann. „Transporte planen und organisieren klingt spannend“, meint der 15-Jährige. Auch für die Spedition Wackler war der „Tag der Ausbildung“ daher ein voller Erfolg. „Wenn wir von zehn Schülern nur einen für eine Ausbildung in der Logistik gewinnen können, hat es sich für uns schon gelohnt“, lautet das Fazit von Gabriele Schwarz.


Quellenangabe: VerkehrsRUNDSCHAU 33-34/2018 , Julia Thomsen