Tag der Logistik – Wackler präsentiert E-Lastenrad

Lastenrad statt Lkw – am Tag der Logistik am 19. April stellte Wackler Spedition & Logistik das neue Pilotprojekt mit veloCARRIER auf dem Marktplatz in Göppingen vor – bei strahlendem Sonnenschein, „um den wir uns persönlich gekümmert haben“, wie Oberbürgermeister Guido Till bei der Begrüßung scherzte. Auf der Suche nach einer praktischen Lösung, wie Sendungen in Stuttgart möglichst umweltschonend, nachhaltig und schnell ausgeliefert werden können, stieß Wackler auf veloCARRIER aus Tübingen. Der City-Logistiker wird für Wackler zukünftig die letzte Meile in Stuttgart mit dem elektrischen Lastenrad übernehmen. Ein Thema, das mehr und mehr an Bedeutung gewinnt, wie sich Gastredner Nicole Razavi, Mitglied des Landtages und Vorsitzende des CDU-Kreisverbandes Göppingen, und Andrea Marongiu, Geschäftsführer des Verbandes Spedition und Logistik Baden-Württemberg e. V. (VSL), einig waren. „Da, wo große Fahrzeuge nicht gut durchkommen, brauchen wir Alternativen, wie zum Beispiel das Cargo-E-Bike“, betonte Razavi. Und Marongiu stellte heraus, dass es für die zahlreichen Anforderungen im Transportwesen unterschiedliche Lösungen geben müsse. „Dafür brauchen wir einen Logistikmix und Firmen, die sich wie Wackler für die Umsetzung innovativer Ideen stark machen“, so der Geschäftsführer des VSL.

Der Plan ist folgender: Statt Lkw auf Tour durch die enge und überlastete Stuttgarter Innenstadt zu schicken, wird die Ware auf Paletten auf Umschlagplätzen, sogenannten Hubs, am Rand der Innenstadt zwischengelagert. Hier werden die Sendungen auf die E-Cargo-Bikes umkommissioniert und zum Empfänger gefahren – am Stau vorbei und ohne lang nach einem Parkplatz suchen zu müssen. „Das Interesse der Spediteure, Kommunen und Städte ist groß“, hob Raimund Rassillier, Geschäftsführer von veloCarrier, bei der anschließenden Pressekonferenz im Rathaus hervor. Mit einer Art Franchise-System ist der City-Logistiker momentan in 10 Städten aktiv. „Wir sind keine Weltverbesserer, wir sind Logistiker. Nur: Statt Lastwagen setzen wir Lastenräder als Transportmittel ein“, stellte der gelernte Speditionskaufmann, der mit seinem eigenen Kurierportal erste Erfahrungen mit der City-Logistik sammelte, klar.

Auch wenn das Pilotprojekt noch in den Kinderschuhen steckt, denken Wackler und der City-Logistiker bereits weiter. „Wir können uns vorstellen, Boxen für die Räder herstellen zu lassen, die wir schon fertig gepackt an den Depots abliefern und die nur noch ans Lastenrad gehängt werden müssen – quasi wie eine Wechselbrücke“, erklärte Gabriele Schwarz, Prokuristin der Schwarz-Gruppe. 400 Kilogramm können mit dieser Hängertechnik transportiert werden. Schwarz ist vom Einsatz der Lastenräder als Alternative zum Lkw in der überfüllten Innenstadt überzeugt und gespannt, wie sich dieses Projekt entwickelt.

 

Bildunterschriften:

Titelbild: Das elektrische Lastenrad war der Hingucker am Tag der Logistik / Sebastian Bühler (veloCarrier)
Gruppenbild: Raimund Rassillier und Sebastian Bühler (veloCarrier), Oliver und Gabriele Schwarz, Andrea Marongiu, Nicole Razavi und eine Gruppe Studentinnen aus Augsburg.


20.04.2018